Meinerzhagen in den 50'er Jahren: Viel Arbeit gab's und wenig Brot
Freitag, 08. August 2008
Projektredaktion 1: "Potenzial der Jugendkultur"
Meinerzhagen in den 50'er Jahren - ein kleiner, aufstrebender Ort. Die Lebensbedingungen in der Nachkriegszeit, der Rekonstruktionsphase des Kapitals, waren für viele Bewohner mehr als karg. Es fehlte allerlei, vor allem jedoch bei vielen an Geld, Wohnraum und Nahrung. Besonders die ausgebombten und evakuierten Familien aus dem Ruhrgebiet, die in Meinerzhagen eine neue Heimat finden sollten, können ein Lied davon singen. Für die Jugendlichen gab's auch nicht viel. In der Freizeit blieb fast nur die Natur, man hielt sich draußen auf, hatte seine Bande, seine Clique, sein Revier. Doch mit 14 war für viele Jugendliche das schöne Leben schon vorbei; nach der Volksschule ging es auf Arbeitssuche. Das industrielle Angebot in Meinerzhagen konnte sich seinerzeit sehen lassen: 2 Großbetriebe - die Metallwerke Otto Fuchs und Battenfeld - dazu eine Reihe aufstrebender Klein- und Mittelbetriebe sowie Handel und Handwerk. Trotzdem war es für viele Jugendliche nicht immer einfach, gleich eine gute Stelle zu finden. Und wenn sie eine gefunden hatten, dann war das auch nicht gerade das Paradies, von dem viele träumten...
Die Schlagzeilen der 50'er in Meinerzhagen:
FÜR IHN SIND LEBENSMITTEL STRENG RATIONIERT!
AKKORDKÜRZUNGEN BEI DER FIRMA FUCHS!
BEI BATTENFELD GIBT'S WENIG LOHN - DAFÜR ABER SCHLÄGE!
BARACKENBEWOHNER FORDERN MENSCHENWÜRDIGE UNTERKÜNFTE!


